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Rundfunk & Medien / ISDB

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ISDB-Technologie und Filteranforderungen

Der japanische Rundfunkstandard ISDB, insbesondere in der Ausprägung ISDB-T (terrestrisch), bildet die technologische Basis für die digitale Fernsehübertragung in Japan und weiten Teilen Südamerikas (z. B. Brasilien). Technologisch nutzt ISDB-T das UHF-Band (470-806 MHz) und zeichnet sich durch seine segmentierte BST-OFDM-Struktur (Band Segmented Transmission) aus, die den parallelen Empfang von stationärem HDTV und mobilen Diensten (1-Seg) ermöglicht. Die größte Herausforderung resultiert heute aus der massiven spektralen Koexistenz mit dem Mobilfunk: Durch die digitale Dividende grenzt das ISDB-Spektrum unmittelbar an die weltweit genutzten LTE-Bänder im 700-MHz- und 800-MHz-Bereich. Ohne hochselektive Filterung können die starken Signale benachbarter gNodeBs die hochempfindlichen Empfängerfrontends sättigen und die Fehlerkorrektur der segmentierten Datenströme überfordern. Shared Band (222 MHz to 240 MHz) erzwingt präzise Koexistenz mit angrenzenden Funkdiensten in dicht belegten Spektren.

Wainwright Instruments bietet für die ISDB-Infrastruktur spezialisierte Filterlösungen an, die exakt auf die Trennung von breitbandigen TV-Signalen und terrestrischen Interferenzen zugeschnitten sind. Da Sendeanlagen oft in Gebieten mit extrem hoher Mobilfunkdichte operieren, ist eine außergewöhnliche Flankensteilheit erforderlich, um Außerbandemissionen von Remote Radio Units (RRUs) effektiv zu unterdrücken. Unsere Filter gewährleisten eine maximale Gruppenlaufzeitkonstanz, was für die Integrität der komplexen Zeit-Verschachtelung (Time Interleaving) bei ISDB-T entscheidend ist, um Signalausfälle in mobilen Szenarien zu verhindern. Wir fertigen diese Komponenten mit Fokus auf höchste Gütefaktoren für Rundfunkanstalten, Betreiber von Kabelkopfstellen und Satelliten-Uplink-Gateways für ISDB-S. Satellite Band (14000 MHz to 14500 MHz) wird für Uplink-Strecken in professionellen ISDB-S Systemen eingesetzt.

Typische Einsatzszenarien

In der professionellen Medienverbreitung und Signalaufbereitung nach ISDB-Standard sichern Filter von Wainwright die Stabilität der Übertragungsketten gegen terrestrische und atmosphärische Störeinflüsse. Satellite Band (11700 MHz to 12750 MHz) bildet die Grundlage für Downlink-Übertragungen in Satellitenrundfunknetzen.

  • ISDB-T Sendeanlagen: An terrestrischen Großsendern eliminieren unsere Filter unerwünschte Nebenbandaussendungen, um die strengen Masken zu benachbarten 5G-Mobilfunkdiensten im 700-MHz-Band einzuhalten. Satellite Wide Band (13750 MHz to 14750 MHz) unterstützt breitbandige Satellitenanwendungen mit hoher Datenrate.
  • Mobile 1-Seg Empfänger: Für Telematiksysteme in Fahrzeugen unterdrücken unsere kompakten Filter die Signale bordeigener 4G/5G-Module, um einen stabilen mobilen TV-Empfang auch bei hoher Netzlast zu ermöglichen. Terrestrial Full Band (90 MHz to 770 MHz) deckt ein weites Spektrum für kombinierte Rundfunk- und Monitoringaufgaben ab.
  • Kabelkopfstellen (Headends): Zur Aufbereitung von ISDB-C Signalen schützen unsere Filter die Empfangswege gegen Einstrahlungen lokaler LTE-Dienste, die direkt in die Verteilnetzstrukturen einkoppeln können. Terrestrial VHF Band (90 MHz to 108 MHz) ist relevant für untere terrestrische Frequenzbereiche in hybriden Netzen.
  • Satelliten-Uplink-Gateways (ISDB-S): In professionellen Sendezentren sichern unsere Filter die Ku-Band-Uplinks gegen gegenseitige Beeinflussung durch benachbarte Breitband-Datenverbindungen ab. Terrestrial UHF Band (470 MHz to 710 MHz) stellt das Kernspektrum moderner ISDB-T Übertragung dar.
  • Gemeinschafts-Antennenanlagen: In großen Wohnkomplexen isolieren unsere Komponenten die ISDB-Signale gegen elektromagnetische Impulse von Industrieanlagen und lokalen WLAN-Netzwerken. Terrestrial UHF Band (600 MHz to 770 MHz) erfordert hohe Selektivität durch Nähe zu Mobilfunkdiensten.
  • Mobile SNG-Einheiten (News Gathering): Bei Außenübertragungen schützen unsere Filter die Satellitenterminals gegen Sättigung durch lokale LTE/5G-Infrastrukturen in urbanen Ballungsräumen. Test & Bench Band (40 MHz to 15000 MHz) ermöglicht breitbandige Labor- und Validierungsszenarien.
  • Digitale Archivierung & Monitoring: In Überwachungszentralen für Rundfunkanstalten gewährleisten unsere Filter die Reinheit der Kontrollsignale inmitten einer hohen Dichte an terrestrischen Breitband-Backhauls.
  • Krisen- und Katastrophenmanagement: Da ISDB-T für Notfallwarnungen genutzt wird, sichern unsere Filter die Empfangswege gegen künstliche Störteppiche ab, um die Zustellung kritischer Informationen zu garantieren.

Passende Filterkategorien für Rundfunk & Medien / ISDB

Die hohen Anforderungen an die Signalqualität und Segmenttrennung im ISDB-Standard verlangen nach Filterlösungen, die mechanische Präzision mit minimaler Durchlassdämpfung kombinieren.

Bandpassfilter

Unsere ISDB-Bandpassfilter ermöglichen eine präzise Selektion der UHF-Kanäle im Bereich von 470 MHz bis 806 MHz. In professionellen Sendeanlagen und ISDB-Infrastrukturanwendungen eliminieren diese Filter effektiv Außerband-Emissionen, die unmittelbar an LTE- und 5G-Netzwerke im Bereich von 700 MHz grenzen. Die hohe Güte der Bauteile maximiert das Signal-Rausch-Verhältnis (SNR), was für die Aufrechterhaltung der segmentierten Übertragungsqualität essenziell ist. Die Gehäusekonstruktion gewährleistet eine langjährige Stabilität der Filtercharakteristik auch unter extremen klimatischen Bedingungen an Antennenstandorten in tropischen oder maritimen Einsatzgebieten. Hersteller von ISDB-Infrastrukturkomponenten profitieren von der hohen Leistungsfestigkeit und Präzision unserer Filter.

Manuell einstellbare Bandpassfilter

Für die Hardwareentwicklung und Signaloptimierung liefern wir manuell abstimmbare Bandpassfilter, die den Bereich von 50 MHz bis 1000 MHz abdecken. Über hochpräzise mechanische Stimmorgane lässt sich der Durchlassbereich exakt auf spezifische ISDB-T/C Kanäle zur Untersuchung von Randinterferenzen durch neue Mobilfunkdienste justieren. Diese Flexibilität erlaubt es Ingenieuren, die Robustheit von Tunern gegen gezielte Störungen im Labor zu untersuchen, ohne ständig neue Hardware beschaffen zu müssen. Die mechanische Präzision unserer einstellbaren Filter gewährleistet eine dauerhafte Reproduzierbarkeit der Messergebnisse bei komplexen Zertifizierungsreihen.

Digital einstellbare Bandpassfilter

Elektronisch steuerbare Filter unterstützen moderne SDR-basierte Monitoring-Systeme, die agil auf wechselnde Kanalbelegungen und neue regionale Frequenzpläne reagieren müssen. Über digitale Schnittstellen wie SPI lassen sich die Filterparameter in Echtzeit anpassen, was besonders bei automatisierten Testabläufen zur Prüfung der Kanalselektivität im UHF-Bereich vorteilhaft ist. Unsere digital abstimmbaren Filter vereinen präzise digitale Kontrolle mit der notwendigen HF-Güte und sind für den Einsatz in Testumgebungen und Entwicklungssystemen optimiert. Sie ermöglichen eine schnelle Rekonfiguration des Monitoring-Systems ohne physischen Hardwaretausch an schwer zugänglichen Standorten.

Bandsperrfilter / Notchfilter

Unsere ISDB-Notchfilter dienen der gezielten Eliminierung hochenergetischer Störsignale, die unmittelbar neben dem genutzten Rundfunkspektrum liegen. Besonders kritisch ist die Unterdrückung von LTE-Trägern im Bereich von 700/800 MHz, die hochempfindliche Hausanschlussverstärker blockieren und die Bitfehlerrate (BER) verschlechtern können. Auch schmalbandige Störungen durch industrielle Anwendungen werden effektiv ausgeblendet, während der restliche Durchlassbereich für digitale TV-Daten nahezu verlustfrei bleibt. Durch den Einsatz dieser Notchfilter wird die Robustheit der ISDB-Infrastruktur gegenüber schmalbandigen Störern massiv gesteigert und die Verfügbarkeit an Standorten mit hoher Mobilfunkdichte und Small Cells erhöht.

Manuell einstellbare Bandsperrfilter / Notchfilter

Frequenzabstimmbare Notchfilter bieten eine hochflexible Lösung zur Interferenzunterdrückung direkt am Einsatzort von Kopfstellen und Sendeanlagen. Durch manuelle Justierung der Sperrfrequenz lassen sich Störsignale unsauber abgestimmter Sender im Bereich von 400 MHz bis 900 MHz gezielt ausblenden, um die Signalqualität aufrechtzuerhalten. Dies stellt sicher, dass Systembetreiber ohne zeitaufwendigen Hardwaretausch sofort auf neue Störquellen im Feld reagieren können, um den Sendebetrieb oder die Kabeleinspeisung zu sichern. Die robuste Bauweise ist für den harten Außeneinsatz optimiert und bietet eine stabile Sperrwirkung über weite Temperaturbereiche hinweg.

Digital einstellbare Bandsperrfilter / Notchfilter

In intelligenten Rundfunknetzen ermöglichen digital abstimmbare Notchfilter eine automatisierte Reaktion auf dynamische Interferenzszenarien durch adaptive Filterung. Gesteuert durch Monitoring-Algorithmen detektieren diese Filter störende Signale in Echtzeit, um die Dienstgüte (QoS) für kritische Multiplex-Datenströme stabil zu halten. Ihre Integration in Automatisierungskonzepte für die Funkoptimierung erlaubt eine autonome Funkoptimierung ganzer Empfangsparks, ohne dass Techniker vor Ort sein müssen. Dank der Fernsteuerbarkeit können Systembetreiber die Filtercharakteristik zentral anpassen, was die Betriebskosten senkt und die Ausfallsicherheit gegenüber neuen, agilen Störquellen im UHF-Bereich massiv steigert.

Monoplexer / Diplexer / Duplexer / Triplexer

Die Kombination verschiedener Signalquellen erfordert leistungsfähige Multiplexer mit hoher Isolation, um Rückwirkungen zwischen den Pfaden zu verhindern. Unsere Triplexer ermöglichen die Zusammenführung von VHF, UHF und L-Band Signalen auf eine gemeinsame Zuleitung bei minimaler gegenseitiger Beeinflussung der Frequenzbereiche. Wainwright Instruments fertigt diese Komponenten mit Fokus auf minimale Gruppenlaufzeitverzerrung, um die Phasenintegrität der digitalen Signale nicht zu beeinträchtigen. Die präzise mechanische Abstimmung gewährleistet zudem eine hohe Belastbarkeit bei kompakter Bauform für den Einbau in 19-Zoll-Racks oder kompakte Gehäuse. Unsere Multiplexer sind für den Einsatz in professionellen ISDB-Infrastrukturen und Sendeanlagen optimiert.

Absorptionsfilter

Absorptive Filter spielen eine entscheidende Rolle in der Sendeinfrastruktur, um die Signalreinheit vor der Abstrahlung zum Endkunden zu bewahren. Anstatt unerwünschte Harmonische oder Reflexionen zurück zum Leistungsverstärker zu leiten, wandeln diese Filter sie sicher in Wärme um, was Signalverzerrungen verhindert. Dies ist besonders wichtig für die Einhaltung strenger Emissionsmasken im UHF-Bereich bei extrem hohen Sendeleistungen. Unsere Absorptionsfilter minimieren thermische Rückwirkungen konsequent und erhöhen so die Lebensdauer der teuren Verstärkerstufen durch eine reduzierte Last, was die Zuverlässigkeit des Rundfunkbetriebs im Dauerbetrieb sicherstellt.

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